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Landwirtschaft Artikel
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Landwirtschaft (Agrarwirtschaft) ist der gezielte Anbau von Pflanzen (Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Weinbau) sowie die Nutzung und Zucht von Tieren (Viehzucht) zur Gewinnung von Nahrungsmitteln oder Rohstoffen (Ernte), in dem Unterschied zu dem Sammeln, Jagen und Fischen (s. Extraktivismus).
In den Wirtschaftswissenschaften wird die Landwirtschaft als Primärsektor genannt. Die Betriebswirtschaftslehre bezieht sich in vielen Grundlagen auf die landwirtschaftliche Produktion.
Buch-Tipp: Agrarwirtschaft Fachstufe Landwirt kompaktes und übersichtliches Basiswissen das buch "agrarwirtschaft: fachstufe landwirt" bietet eine gute übersicht über die thematik der landwirtschaft in pflanzenbau, tierhaltung, züchtung und kann sicherlich als kompakter leitfaden zur prüfungsvorbereitung benutzt werden. es wird also ein allgemeiner überblick über die angesprochenen themengebiete... Frühe Geschichte der Landwirtschaft | |
In frühen Jäger- und Sammler-Kulturen hatte die Landwirtschaft wenig Raum, weil der Alltag vieler Menschengruppen von Ortsveränderungen geprägt war. Die frühe Landwirtschaft hing eng mit dem Entstehen größerer Sesshaftigkeit zusammen - und in dem Orient mit dem Übergang vom Weiden zur Viehhaltung.
Der Anbau von Getreide ist ein Kennzeichen aller frühen Hochkulturen. In dem Nahen Osten wurden Weizen und Gerste angebaut, der Ferne Osten entwickelte die Reiskultur, und aus Amerika stammt der Mais. Auch die Domestizierung von Wildtieren zu Nutzvieh hat ihre Ursprünge in der Vorgeschichte und Antike.
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Flächennutzungen und Beschäftigung in Deutschland | |
In Deutschland wurden in dem Jahr 2002 knapp 17 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzt. Davon entfielen auf die Pflanzenproduktion rund 11,8 Millionen Hektar und auf Dauergrünland rund 5 Millionen Hektar. In dem Vergleich dazu spielen Obstanlagen, Baumschulen und Weihnachtsbaumkulturen hinsichtlich des Flächenverbrauchs keine große Rolle.
Rund 1,3 Millionen Personen waren direkt in der Landwirtschaft beschäftigt, was 560 Tausend Vollzeitarbeitsplätzen entsprach (30 ha pro Person).
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Generell kann die Landwirtschaft in zwei Produktionsrichtungen eingeteilt werden: Viehhaltung und Pflanzenproduktion.
Welche dieser Formen lokal überwiegt, ist vom Standort abhängig: Auf leichten Standorten (schlechter Boden) ist die Viehhaltung konkurrenzkräftiger, während auf besseren Böden die Pflanzenproduktion wirtschaftlicher ist
Buch-Tipp: Das Bio-Kochbuch für Kinder. Gesunde Küche für junge Genießer Wirklich lecker! Die Rezepte sind ohne großen Aufwand nachzumachen und wirklich lecker und nicht ca. für Kinder. Es werden die wichtigen Bereiche, wie Salate, Suppen, Hauptgerichte, Süßes, Brot und Kuchen abgedeckt, aber auch einfache Soßen, Kleingebäck usw. sind zu finden. Zusätzlich zu den Zutaten werden auch... |
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In der Viehhaltung werden unterschiedliche landwirtschaftliche Nutztiere gehalten, u.a. Rinder, Schweine oder Geflügel.
Buch-Tipp: Der Agrar-Rebell. Landwirtschaft in Einklang mit der Natur Fast paradox, dass ein Landwirt, der wunderbarerweise die enge Beziehung mit der Natur bewahrt hat und traditionelle Methoden anwendet, heute als "Rebell" genannt wird. Rebellen müssten eher diejenigen sein, die ihre Felder und Monokulturen mit Chemie so überfrachten, dass das Mikroleben abstirbt - und... |
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Rinder werden üblicherweise auf solchen Standorten gehalten, die für den Anbau von Pflanzen nicht ausreichend sind. Das trifft beispielsweise auf leichte Standorte zu, wo der Boden v.a. aus Sand besteht und daher Nährstoffe und Wasser ca. schlecht speichern kann. Auch flachgründige Standorte sind häufig Grasflächen, ebenso sehr trockene oder sehr nasse Standorte. Weidewirtschaft kann in dem allgemeinen erst ab Niederschlägen über 700 mm/Jahr betrieben werden (wegen der Verdunstung infolge der durch die Beweidung kurz gehaltenen Grasnarben ).
- (zeitweilige) Freilandhaltung von Rindern und Dokumentation des Düngereintrags...
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Schweine werden häufig in Betrieben gehalten, die auch Marktfrüchte anbauen, da sich beide gut ergänzen: Schweine werden üblicherweise in Ställen gehalten und weitgehend mit Getreide u.a. gefüttert. Das Getreide wird durch den Anbau von Marktfrüchten geliefert und durch zugekaufte Futtermittel ergänzt. Die Gülle dient als hochwertiger Dünger für die Felder.
Buch-Tipp: Ernährung für Mensch und Erde. Grundlagen einer neuen Ethik des Essens Besser gehts nicht Auch wer in dem Laufe seines Lebens schon einige Bücher zu dem Thema Ernährung gewälzt hat wird nicht umhinkommen, diesem Meisterstück und umfassendem Standardwerk in seinem Regal einen Ehrenplatz zu reservieren. Opitz erklärt mit lebendigen Beispielen die negativen gesundheitlichen und globalen Auswirkungen des... |
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Geflügelhaltung ist meistens aufgrund ähnlicher Voraussetzungen in solchen Gebieten zu finden, die sich auch für die Haltung von Schweinen anbieten. Auch Geflügel wird meist in Ställen gehalten, da Geflügel in Freilandhaltung immer durch Vogelkot übertragbaren Krankheiten ausgesetzt ist. Insgesamt lassen sich Käfighaltung , Bodenhaltung und Freilandhaltung unterscheiden.
- Käfighaltung
ist für die Tiere fraglos die quälendste Haltungsform. Jeder muss sich selbst überlegen, ob man diese Haltungsform, bei der den Tieren ca. wenig Lebensraum (0,20 m²) zugestanden wird durch den Kauf der Eier unterstützen möchte. Andererseits sind Eier aus dieser Haltungsform am billigsten zu produzieren und zeichnen sich daneben auch durch die niedrigste Belastung mit Krankheitserregern aus. Diese beiden Merkmalen führen dazu, dass industriell verarbeitete Eier (z.B. für die Nudelherstellung) stets Käfighaltungseier sein werden.
- Bodenhaltung
Darunter versteht man die Haltung von Geflügel zwar in dem Stall, aber nicht in Käfigen. Entweder handelt es sich ca. um eine überdachte Grundfläche als Auslauf mit einem Nestbereich zu Eierablage oder die Haltung erfolgt in mehreren Etagen (in Volieren ). Diese Haltungsform scheint eine sinnvolle Alternative zur Käfighaltung zu sein, da die Tiere deutlich artgerechter zu halten sind. Nachteilig ist, dass mehr Eier mit Kot in Berührung kommen und dadurch die Schale eher mit Salmonellen belastet ist. Ein großes Problem bei dieser Haltungsform ist, dass die Hühner untereinander zu sehr vielen Artgenossen Kontakt haben. Da Hühner dazu neigen, sich als Übersprungsreaktion gegenseitig Federn auszureißen, kommen für diese Haltungsform nicht alle Hühnerrassen in frage.
- Freilandhaltung
Bei der Freilandhaltung wird den Tieren ermöglicht, sich unter freiem Himmel zu bewegen. Diese Haltungsform ist die ihnen gegenüber angemessenste Haltungsform. Die Tiere werden in dem Stall gehalten, allerdings haben sie durch Ausgänge die Möglichkeit in das Freiland zu gehen. Allerdings müssen mehrere Gegebenheiten beachtet werden: Einerseits bewegen sich Hühner ohne Schutz ca. ungerne in dem Freiland. Bäume können solch einen Schutz darstellen - ohne sie würden ca. wenige Hühner den Stall verlassen. Desweiteren entfernen sich Hühner ohnehin nicht sehr weit vom Stallgebäude. Das führt zu einer starken Kotansammlung und damit einer starken Überdüngung in der Nähe des Stalles mit entsprechenden Folgen für das Grundwasser. Zusätzlich kommen Freilandhühner potentiell mit anderen Vögeln bzw. deren Exkrementen in Kontakt, so dass Krankheiten übertragen werden können. Und schließlich gilt dasselbe wie für Bodenhaltungseier: eine erhöhte Salmonellengefahr.
Darüber hinaus ist die Sozialstruktur des jeweiligen Geflügels zu beachten: Hühnervögel ordnen sich in Familienverbände von maximal ungefähr zwei Dutzend Individuen ein, in denen die Verhältnisse per Hackordnung geregelt werden. Eine "ungeregelte" Freilandhaltung führt daher zu nichts anderem, als dass die Tiere aus Angst vor Greifvögeln in der Nähe des Stalles in der eigenen Jauche stehen - dadurch einen höheren Bedarf an Medikamenten aufweisen - und das unter ständigem, unlösbaren Sozialstress. Daher kommen größere Käfige den Bedürfnissen der Tiere vielleicht näher als "Freiland" für Tausende von Hühnern.
Buch-Tipp: Freilandterrarien für Schlangen (Terrarien Bibliothek) Umfassend und praxisrelevant - nicht ca. für Schlangenhalter Jahrzehntelang zogen Terrarianer, wenn sie über Freilandterrarien nachdachten, den Klassiker von Johannes Jahn zu Rate ("Das Freilandterrarium"), ein dünnes Lehrmeister-Büchlein aus den 70ern. Andere Literatur gab es kaum, immerhin nicht in Buchform. Natürlich ist... |
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Auch hier gibt es standortbezogene Unterschiede:
- Weizen kann ca. auf guten Böden angebaut werden, da er viele Nährstoffe und ständigen Wasserzugang benötigt
- Gerste und Roggen können auch auf schlechteren Böden angebaut werden; insbesondere der Roggen ist genügsam
- Leguminosen, vor allem Erbsen und Bohnen, aber auch Lupinen können auf mittelmäßigen bis guten Böden angebaut werden. Ihre Produktion ist billiger, weil kein Stickstoff gedüngt werden muß, da dieser durch die Symbiose mit den Knöllchenbakterien aus Luftstickstoff geliefert wird.
- Mais und Kartoffeln gehören zu den Hackfrüchten. Ihr Anbau ist aber auch auf weniger guten Böden möglich.
- Reis: Hierbei sind Nass- oder Trockenkultur möglich. Traditionell wurden in Nasskulturen gleichzeitig Kleinfische mit gezüchtet. Störung dieser Technik durch Einsatz von Pestiziden. Methanausgasungen möglich (Treibhausgas)
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Auch für die konventionelle Landwirtschaft ökonomisch wie ökologisch vorteilhafte Anbaumethoden sind aufgrund der an der technischen Nachweisgrenze orierentierten, in der EU gültigten Grenzwerte für Phytotoxine nicht durchführbar
Buch-Tipp: Hausschlachten. Schlachten, Zerlegen, Wursten Wie bei Muttern. Jeder spricht drüber,aber keiner kann es mehr. Das Hausschlachten. Ich kann dieses Buch ca. empfehlen für all diejenigen, die mal richtig schöne Wurst und Fleischwaren selber herstellen wollen. Akribisch wird hier alles leicht verständlich erklärt, bis hin zur Zubereitung. Ein tolles Buch. |
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Als besondere Form der Pflanzenproduktion hat sich der Gartenbau entwickelt. Zu diesem zählen traditionell die Bereiche zur Nahrungsmittelproduktion wie Gemüsebau (inklusive Pilzzucht ) und Obstbau, aber auch der Blumen- und Zierpflanzenbau und die Baumschulen. Besonders auf Dienstleistungen orientiert sind die Sparten Garten- und Landschaftsbau und Friedhofsgärtnerei .
- Gemüse ist wie Pilz- und Obstbau und Baumschulen definitiv Landwirtschaft. Garten- und Landschaftsbau definitiv nicht. GaLaBau ist eine Dienstleitsung, die u.a. landwirtschaftliche Produkte benutzt.
Buch-Tipp: Hühner, Gänse, Enten. absolut empfehlenswert sehr viele informationen, eigendlich ausreichend für jeden, der ca. nebenbei ein paar tiere halten will. |
Erneuerbare Energieträger | |
Die landwirtschaftliche Produktion von Erneuerbaren Energieträgern kann nicht mehr leisten als den durch die Sonne gegebenen Energieeintrag. Solange die Nicht-Bilanzierung der Nutzung von fossilen Brennstoffen in unseren Wirtschaftssystemen anhält, kann jede Form der landwirtschaftlichen Produktion von regenerativen Energieträgern (unabhängig von ihrer Nachhaltigkeit) nicht mit der Nutzung der fossilen Energiegewinnung konkurrieren.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist in Deutschland gesetzlich festgeschrieben.
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